Wochenbett inkl. Gallen-OP mit (Still-)Baby (Teil 2)

Das Ereignis liegt nun schon bald zwei Jahre zurück und ich wollte es seit einem Jahr schon verbloggen, aber immer wenn ich mich an das Thema gesetzt habe, war ich zu emotional um die Tasten ohne Tränen und halbwegs gefasst zu treffen. Ich habe über die Vorgeschichte dieser Operation schon in Teil 1 von meiner Kolik inklusive Bauchspeicheldrüsen- und Leberentzündung geschrieben. Zum Zeitpunkt meiner Entlassung hatte ich damals den OP-Termin vier Wochen später. Mein Körper hatte anderes vor. Eines möchte ich vorweg sagen: Auch wenn es sich vielleicht an manchen Stellen so liest, als hätte ich, bzw. wir, das alles mit links durchgestanden: Mitnichten. Erst viel später wurde mir klar, wie hart mein Wochenbett war – denn eigentlich war es keines – und wie schwer mir das emotional auch nach hängt (bis heute). Denn ich hatte letztendlich einfach nur Angst um mich und mein Baby, um meine Familie, anstatt mich daheim bemuttern zu lassen und das Ankommen mit dem Baby in der Vierer-Familie zu genießen.

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Home-Office #elternedition

Inspiriert durch Alu´s Beitrag von Großköpfe bin ich auf die Blogparade von glücklichscheitern aufmerksam geworden. Die Frage lautet: Wie funktioniert das mit dem Home-Office als Elter bzw. als Eltern. Genau meine Frage zur Zeit – Lösungen teste ich seit fast vier Jahren. Ich habe zwei Kinder in dieser Zeit bekommen, bin immer selbstständig gewesen. Ich unterscheide verschiedene Phasen im Home-Office der Elternedition, die mal mehr oder mal weniger gut funktionieren: Weiterlesen

Manche Dinge sind eben Herzenssache…

…ich gehöre zu den Frauen die zwei Mal schwanger waren und bei denen zwei Mal alles „gut gegangen“ ist. Sprich: Ich habe zwei gesunde Kinder an der Hand. Bei meinem zweiten Kind gab es eine fast 20 wöchige Phase, da sah es nicht so gut aus in der Schwangerschaft. Aufgrund mehrfacher Blutungen und insgesamt drei Krankenhausaufenthalten mussten wir uns zwangsläufig mit dem Thema Frühgeburt oder Sternenkind beschäftigen, das hatten uns die Ärzte und Hebammen empfohlen. Wir hatten viel Glück, dass wir uns nicht vertieft damit auseinander setzen mussten. Ich kann nicht nachempfinden wie es ist, wenn man ein Kind in der Schwangerschaft verliert oder tot gebären muss. Ich kann nur nachempfinden wie es ist, wenn man mehrere Wochen Angst um das Kind im Bauch hat – und allein das ist schrecklich. Ich bin dankbar, dass ich nicht nachempfinden kann, und es mir auch nicht ansatzweise vorstellen kann, wie es ist ein Kind zu verlieren.

Ich möchte euch heute einen Verein vorstellen, der sich dieser schweren Thematik des Verlustes angenommen hat. „Herzenssache – Nähen für Sternchen und Frühchen e.V.“ habe ich über Instagram entdeckt. Genauer über das Profil einer Näherin für diesen Verein auf Instagram. Nadine vom Wunderbluemchenblog postete ein Bild eines Abschiedsbootes. Weiterlesen

Ich stille gern…

…so lautet meine Antwort auf den Text von Franziska, der auf BrigitteMOM erschienen ist. Kurze Zusammenfassung: Franziska hat sich entschieden ihr Kind nicht zu stillen und sie zählt dafür einige Gründe auf. Die Kommentarspalte wird immer länger unter dem Artikel und auch unter dem dazugehörigen Facebook-Post.

Liebe Autorin, liebe Franziska – für mich ist deine Entscheidung völlig ok. Dein Kind deine Entscheidung. Was ich allerdings schade finde, sind die Fehlinformationen in deinem Text zum Stillen – und diese würde ich gern einfach klar stellen.

Du nennst die Stillenden recht abfällig Still-Lobbyisten – das erklärt sich mir immer wieder nicht: Stillen ist die natürliche Ernährungsform für Säuglinge – da braucht es keine Lobby. Wer sein Kind nicht stillt schafft es heute in der westlichen Welt locker zu sauberem und klarem Wasser zur Zurbereitung von Milchpulver für Flaschenmilch und kann so ein Baby mit Ersatznahrung auch groß bekommen. Nicht mehr und nicht weniger. (Dieses Privileg hat ein Großteil der Weltbevölkerung nicht, da ist das „Nicht-Stillen“ durchaus mit Risikos verbunden: Unsauberes Wasser, verunreinigtes Flaschenpulver oder zu wenig Geld um genug Ersatznahrung für das Baby kaufen zu können aufgrund von Armut, um nur einige wenige zu nennen.) Weiterlesen

Worldbreastfeedingweek 1-7 August 2016

Anlässlich der Weltstillwoche von UNICEF und WHO möchte ich gern über meine Erfahrungen rund um das Stillen von Babys und Kleinkindern schreiben. Als ich mein erstes Kind bekam wollte ich stillen. Kurz vor der Geburt überlegte ich, ob ich nicht doch vorsorglich ein paar Flaschen und einen Sterilisator kaufen sollte, doch meine Hebamme riet ab. Sie meinte, alles was ich brauche ist meine Brust und wenn es nicht geht, na dann sei alles andere schnell besorgt. Da hat sie recht, dachte ich, und lies alles auf mich zu kommen. 20160715_213420

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